gas naturale

Forschungstag der Schweizer Gaswirtschaft

Zurigo, 29.06.2018

Die Schweizer Gaswirtschaft hat im Hybridwerk Aarmatt in Zuchwil ihren 2. Forschungstag durchgeführt unter dem Thema „Die Rolle von Gas in der Energieversorgung der Zukunft“. Zahlreiche Wissenschaftler und Forscher von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten nahmen an der Veranstaltung teil, ebenso Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung.

Die Teilnehmenden erhielten in Zuchwil einen Einblick in die Forschungsschwerpunkte der Gasindustrie wie Energieeffizienz, erneuerbare Gase und Sektorkopplung, der Verbindung der Bereiche Strom, Wärme und Verkehr. Philippe Dubois, Präsident der Fachkommission technische Koordination (FTK) und VSG-Direktorin Daniela Decurtins zeigten auf, welche Ziele sich die Gasindustrie bei ihren Forschungsanstrengungen gesetzt hat.

Wie Turhan Demiray von der ETH Zürich ausführte, können dank Sektorkopplung die erneuerbaren Energien optimal in die Energiesysteme integriert und der CO2-Ausstoss gesenkt werden. Im Weiteren erhielten die Teilnehmenden am Forschungstag die Möglichkeit, sich im Hybridwerk über die Power-to-Gas-Technologie ins Bild zu setzen. Mit Unterstützung von „Horizon 2020“, dem EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation, entwickeln hier im Projekt STORE&GO verschiedene Forschungsinstitutionen die Power-to-Gas-Technologie weiter. Im Zentrum steht die biologische Methanisierung von erneuerbarem Wasserstoff im grösseren Stil. 

Mit Power-to-Gas kann überschüssig anfallender Strom aus erneuerbaren Quellen in Form von Methan (synthetisches Erdgas) oder Wasserstoff gespeichert werden. Power-to-Gas ist eine vielversprechende Technologie für eine nachhaltige Energieversorgung der Schweiz. Das Hybridwerk Aarmatt, wo sich die Netze für Strom, Gas und Fernwärme kreuzen, ist eine schweizweit einzigartige Energieanlage. Diese Ausgangslage nutzt Regio Energie Solothurn für das neuartige Energiesystem, das alle drei Energieträger verbindet. In diesem Sinn präsentierte sich Solothurn am Forschungstag der Gaswirtschaft als „Labor für die Energieversorgung der Zukunft“, wie Direktor Felix Strässle es auf den Punkt brachte. 

Einen spannenden Einblick, wie verflüssigtes und klimaschonendes Gas (LNG) in der Schifffahrt eingesetzt werden kann, gab Claudio Gianotti von Worldenergy SA am Beispiel eines von der Gaswirtschaft unterstützten Projekts auf dem Luganersee. Beat Wellig von der Hochschule Luzern erläuterte am Beispiel der Agrargenossenschaft Fenaco ein Projekt, das aufzeigt, wie die Energieeffizienz in der Industrie erhöht und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden können.